Das Plötz-Prinzip: Wie Lutz Geißler Deutschland das Brotbacken beigebracht hat

Das Plötz-Prinzip: Wie Lutz Geißler Deutschland das Brotbacken beigebracht hat

Kaum ein Name steht im deutschsprachigen Raum so sehr für selbstgebackenes Brot wie Lutz Geißler. Der studierte Geologe wurde zum meistgelesenen Brot-Blogger Deutschlands und SPIEGEL-Bestsellerautor – mit einem Versprechen, das zunächst unglaubwürdig klingt: Bäckerbrot zu Hause, ganz ohne teures Equipment, nur mit Zeit statt Hefe. Wer sich durch seine Bücher arbeitet, versteht schnell, warum das sogenannte »Plötz-Prinzip« so viele überzeugt hat.

Der Anfang: Grundlagen und ursprüngliches Brot

In Brotbackbuch Nr. 1: Grundlagen und Rezepte für ursprüngliches Brot verrät Geißler das Geheimnis, das sein gesamtes Werk prägt: lange Teigführung, sehr wenig Hefe. Über 40 Rezepte für Körnerbrot, Roggenbrot, Baguette und Brötchen, dazu ausführliches Hintergrundwissen zu Zutaten, Zubehör und Knettechniken – der ideale Einstieg für alle, die ursprüngliches Brot statt Fertigmischung wollen.

Das Plötz-Prinzip perfektioniert: Hefe und Sauerteig

Mit Brot backen in Perfektion mit Hefe radikalisiert Geißler seinen Ansatz weiter: weniger als ein Gramm Hefe pro Brot, dafür mindestens 20 Stunden Ruhezeit. Ein normaler Ofen und handelsübliches Mehl genügen, nicht mal eine Knetmaschine ist nötig – über 70 Klassiker wie Baguettes, Körnerbrote, Pizza und Focaccia lassen sich so in einem komfortablen Zeitfenster von zwei Tagen backen. Wer lieber mit Sauerteig arbeitet, findet in Brot backen in Perfektion mit Sauerteig dasselbe Prinzip auf 60 Sauerteig-Klassiker übertragen, von Roggenbrot über Pumpernickel bis Brioche – mit präzisen Schritt-für-Schritt-Anleitungen für jeden Arbeitsgang.

Für den Alltag: Zeitpläne, die wirklich funktionieren

Zwei Bücher übersetzen das Prinzip in den echten Familienalltag. Brotbackbuch Nr. 2, gemeinsam mit Arzt und Brotbäcker Björn Hollensteiner entwickelt, bietet 25 Grundrezepte, jedes viermal variiert – mit Hefe oder Sauerteig, als No-knead-Teig oder mit Übernachtgare, dazu Tipps zur Brotbackplanung im Alltag. In Die besten Brotrezepte für jeden Tag, entwickelt mit Designerin Sandra Weihe, fügt sich der Zeitplan jedes Rezepts in den normalen Tagesablauf ein – mit präzisen Stepfotos für jeden Handgriff und einer übersichtlichen Tafel zum schnellen Nachschlagen.

Für Fortgeschrittene: Urgetreide und Sauerteig-Wissenschaft

Wer tiefer einsteigen will, findet in Brotbackbuch Nr. 3, gemeinsam mit Müllermeisterin Monika Drax entwickelt, 70 exklusive Rezepte für Brot, Brötchen und Süßes mit Urgetreide wie Dinkel, Emmer, Einkorn, Kamut, Rotkornweizen, Gerste und Waldstaudenroggen – für alle, die reine Vollkornversionen jenseits des Standardmehls backen wollen. Und wer wissen will, warum Sauerteigbrote manchmal einfach nicht gelingen wollen, findet in Brotbackbuch Nr. 4 den wissenschaftlich fundierten Grundlagenteil zu Sauerteig und Wildhefewasser: Was ist Sauerteig, wie wird er hergestellt und gepflegt, welche Arten gibt es? 60 exklusive Grundrezepte vom Roggenbrotklassiker bis zum Panettone, mit einem Vorwort von Jochen Baier, World Baker of the Year 2018.

Welches Buch ist dein Einstieg?

Das Prinzip bleibt in jedem Buch dasselbe: Zeit statt Hefe, Geduld statt Gärschrank. Alle sechs Titel von Lutz Geißler findest du bei uns im KochKontor.

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar